Tri-Clubhaus
Wettkampf

Wettkampf-Vorbereitung

Die letzten Tage entscheiden mit: Wann kommt die letzte harte Einheit, ab wann lädst du Kohlenhydrate, und was nimmst du ins Rennen mit? Wähle deine Distanz — der Rest ist Wissenschaft plus Praxis.

Zuschauer klatschen im Regen Beifall, während Lucas durch die Altstadt läuft
Fremde Menschen, die einem zurufen. Trägt weiter als jedes Gel.

Dein Wettkampf

Laufen
Triathlon

Typische Renndauer Marathon: 3–5 h. Alle Empfehlungen sind Richtwerte für gesunde Athleten — teste alles vorher im Training.

Countdown: die letzten Trainings

  1. −21

    Letzter richtig langer Lauf

    21 Tage vorher

    Letzter Lauf über 30 km. Ab jetzt bringt mehr Umfang nichts mehr — er kostet nur Frische.

  2. −14

    Reduzierter Long Run

    14 Tage vorher

    Noch einmal 90–120 min mit Marathon-Pace-Anteil. Verpflegung exakt wie am Renntag üben!

  3. −5

    Letzte Qualitätseinheit

    5 Tage vorher

    Kurz und kontrolliert, z. B. 3×8 min Marathon-Pace. Beine wach halten.

  4. −3

    Race-Opener + Carboloading-Start

    3 Tage vorher

    30 min locker mit Aktivierungen. Ab dem Abend beginnt das Aufladen der Speicher.

  5. −1

    Shakeout + Organisation

    1 Tage vorher

    15–20 min locker. Gels kleben/verstauen, Kleidung nach Wetter, früh ins Bett.

  6. R

    Renntag

    Renntag

    Frühstück 3–4 h vorher (2–4 g Carbs/kg), 1 Gel 5 min vor dem Start, erste 5 km bewusst verhalten.

Carboloading

Start
~42 h vor dem Rennen
Menge pro Tag
8–12 g pro kg Körpergewicht

Volles Carboloading: 36–48 h vor dem Start auf 8–12 g/kg pro Tag hochgehen — bei 70 kg sind das 560–840 g Kohlenhydrate täglich. Ohne flüssige Carbs (Saftschorle, Iso, Smoothies) kaum zu schaffen. +1–2 kg auf der Waage sind normal und gewollt: Glykogen bindet Wasser, das ist dein Treibstoff.

Womit laden? Die effektivsten Lebensmittel

LebensmittelCarbs / 100 gPraxis
Weißer Reis (gekocht)28 gDer Klassiker: magenfreundlich, ballaststoffarm, beliebig skalierbar.
Milchreis22 gLucas' Favorit fürs Loading — leicht essbar, auch als süße Hauptmahlzeit.
Nudeln, hell (gekocht)30 gBewährt; helle Sorten statt Vollkorn wählen.
Kartoffeln (gekocht)15 gGut verträglich, aber voluminös — als Beilage, nicht als Hauptquelle.
Toast mit Honig/Marmelade60 gFrühstücks-Klassiker am Renntag und beim Loading.
Banane (reif)23 gJe reifer, desto schneller verfügbar. Perfekt für zwischendurch.
Datteln66 gNatürliche Carb-Bombe — 5–6 Stück ersetzen fast ein Gel.
Reis-/Linsenwaffeln78 gTrocken, leicht, ballaststoffarm — ideal als Snack zwischen den Mahlzeiten.
Gummibärchen77 gFast reine Glukose — als gezielter Turbo völlig legitim.
Saftschorle / Iso / Smoothie7 gDer unterschätzte Hebel: Flüssige Carbs machen 600+ g/Tag überhaupt erst schaffbar.

Verpflegung im Rennen — was mitnehmen?

Wissenschaftliche Empfehlung
60–90 g Carbs pro Stunde
1 Gel ≈ 22–27 g Kohlenhydrate

1 Gel zum Start, dann alle 20–25 min ein weiteres (≈ 60–75 g/h). Ab 2,5 h Renndauer empfiehlt die Forschung 60–90 g/h — das funktioniert nur mit Glukose-Fruktose-Mix und einem im Training geübten Magen.

Mitnehmen: 8–10 Gels (inkl. Reserve) — oder 6 Gels plus Iso von den Verpflegungsstellen. Jedes Gel mit Wasser nachspülen.

Alternativen zu Gels

Gleiche Wirkung, anderer Geschmack — Hauptsache im Training geübt: Iso-Getränk (~30–40 g pro 500 ml), Kau-Chews/Energy-Blocks, reife Banane (~25 g), 5–6 Datteln, Gummibärchen, selbstgemachte Reisküchlein. Auf Langdistanzen zusätzlich feste Nahrung (Riegel) in der ersten Radhälfte.

Koffein wirkt belegt leistungssteigernd: ~3 mg/kg Körpergewicht, bei kurzen Rennen ~45 min vor dem Start, bei langen Rennen im letzten Renndrittel (Koffein-Gel oder Cola). Vorher im Training testen.

Passt dazu