Tri-Clubhaus
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Ernährung

Persönliche Erfahrungen von Lucas

Ernährung — was bei mir funktioniert

Kein Marketing, kein Verkauf — meine ehrlichen Erfahrungen aus 2 Jahren Triathlon und Ironman-Vorbereitung.

1. Grundlagen

Im Ausdauersport sind drei Säulen entscheidend:

  • Genug Kohlenhydrate für die Belastung
  • Ausreichend Protein für Regeneration und Muskelaufbau
  • Mikronährstoffe in stabilen Vorräten

Wenn eines davon kippt, leiden Leistung und Regeneration.

2. Mein Supplement-Setup

Gruppe 1 · Tägliche Basis

Magnesium

Was

Mineralstoff, oft als Citrat oder Glycinat.

Wofür

Muskelregeneration, Krampfprävention.

Wann

Abends, vor dem Schlafen.

Hinweis: Citrat oder Glycinat sind gut verträglich.

Vitamin D3 + K2

Was

Fettlösliches Vitamin + Co-Faktor.

Wofür

Knochen, Immunsystem; K2 lenkt Kalzium an die richtigen Stellen.

Wann

Morgens, vor allem Oktober – April.

Omega 3 (EPA/DHA)

Was

Essenzielle Fettsäuren.

Wofür

Entzündungshemmend, Gelenke, Herz-Kreislauf.

Wann

Täglich, mind. 1 g EPA + DHA.

Hinweis: Bei Gelenkschmerzen oft ein Mangel-Symptom.

Kreatin Monohydrat

Was

Energiephosphat-Speicher.

Wofür

Verbessert Kraftleistung und Erholung — auch im Ausdauersport bei kurzen intensiven Belastungen.

Wann

3–5 g täglich, Tageszeit egal.

Multi-Vitamin-Extrakt

Was

Mikronährstoff-Komplex.

Wofür

Backup gegen Lücken im Alltag — kein Ersatz für ausgewogene Ernährung.

Wann

Morgens zur Hauptmahlzeit.

Gruppe 2 · Anwendungsspezifisch

Koffein

Was

Stimulans.

Wofür

Mentale Schärfe, reduziert empfundene Anstrengung.

Wann

30–45 min vor harten Einheiten oder Wettkämpfen.

Hinweis: 100–200 mg, individuelle Verträglichkeit prüfen.

Melatonin

Was

Schlafhormon, kurzfristig.

Wofür

Hilft bei Reisen und Zeitumstellung.

Wann

Nur situativ, nicht regelmäßig.

EAA / BCAA

Was

Aminosäuren.

Wofür

In sehr langen Einheiten oder bei reduzierter Kalorienzufuhr.

Wann

Während langer Einheiten.

Hinweis: Im Alltag deckt Whey den Bedarf besser ab.

Calcium

Was

Mineralstoff.

Wofür

Selten ergänzt — meist über Ernährung gedeckt.

Wann

Nur bei laktose-/milchfreier Ernährung.

Eisen

Was

Spurenelement.

Wofür

Klassisches Mangel-Symptom: schwere Beine trotz lockerem Training.

Wann

Nur nach Blutbild!

Hinweis: Eisenüberschuss ist schädlich — vorher Ferritin prüfen lassen.

Elektrolyte

Was

Natrium, Kalium, Magnesium.

Wofür

Verlust über den Schweiß ausgleichen.

Wann

Während Training & Wettkampf — im Sommer Pflicht.

Hinweis: Tabs oder Pulver, je nach Vorliebe.

Gruppe 3 · Performance-Booster

Sauerkirschsaft (Tart Cherry)

Was

Polyphenol-reich, antioxidativ.

Wofür

Reduziert Muskelkater, beschleunigt Regeneration nach intensiven Einheiten.

Wann

30–60 ml morgens & abends an Renntagen, 3–4 Tage vor harten Einheiten.

Rote-Beete-Saft

Was

Nitrat-Quelle.

Wofür

Verbessert Sauerstoffeffizienz, v. a. in den ersten 30–90 min.

Wann

1–2 Shots ca. 2–3 h vor Wettkampf oder VO2max-Einheit.

3. Protein-Strategie für Athleten

Als Ausdauersportler brauchst du mehr Protein als der Durchschnitt — ungefähr 1,4–2,0 g pro kg Körpergewicht und Tag, je nach Volumen und Phase. Das klingt viel, ist im Alltag aber schaffbar.

Meine Hauptquellen

  • Geflügel (Hähnchen, Pute)
  • Soja-Produkte (Tofu, Tempeh)
  • Eier
  • Magerquark, Skyr, Hüttenkäse
  • Hülsenfrüchte
  • Whey Protein (als Ergänzung, nicht als Ersatz)
  • Isoclear (klare Whey-Alternative, gut bei Magenproblemen)

Lucas' Geheimrezept nach harten Einheiten

Zutaten

  • 500 g Magerquark
  • 100 g Whey Protein (Lieblingsgeschmack)
  • getrocknete Bananen
  • TK-Früchte nach Wahl (Beeren, Mango, Kirschen)

Warum

  • ~ 80–90 g hochwertiges Protein in einer Schüssel
  • Schnelle + langsam verdauliche Proteine kombiniert
  • Kohlenhydrate aus Bananen + Beeren für die Glykogen-Speicher
  • Antioxidantien aus Beeren wirken regenerationsfördernd

Wann: innerhalb 30–60 min nach harten Einheiten · als kalorienreiche Hauptmahlzeit an schweren Tagen · auch perfekt als Frühstück vor langen Ausdauereinheiten.

4. Wichtig: Kalorien und Defizit

Pass mit dem Defizit auf

Viele Sportler wollen abnehmen und greifen zur klassischen Kalorien-Reduktion. Das funktioniert kurzfristig — kann aber kippen.

Wenn du zu lange zu wenig isst, schaltet dein Körper in einen Sparmodus. Du nimmst nicht mehr ab, fühlst dich müde, deine Leistung sinkt und die Regeneration leidet. Im schlimmsten Fall droht RED-S (Relative Energy Deficiency in Sport).

Mein Rat

  • Maximal 300–500 kcal Defizit pro Tag
  • An harten Trainingstagen NICHT im Defizit essen
  • Periodisierte Ernährung: Defizit in lockeren Wochen, ausreichend Energie in Belastungswochen
  • Genug Kohlenhydrate vor und nach intensiven Einheiten

Hinweis

Diese Seite enthält meine persönlichen Erfahrungen und Routinen. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung, keine Ernährungsberatung und keine Sportmedizin.

Supplements können sinnvoll, aber auch überflüssig oder schädlich sein, wenn sie ohne Bedarf eingenommen werden.

Bevor du Supplements regelmäßig einnimmst, empfehle ich:

  • Großes Blutbild beim Arzt machen lassen
  • Vitamin D, Eisen, Ferritin, Magnesium, B12, Schilddrüse prüfen
  • Bei Symptomen (Gelenkschmerzen, Müdigkeit, schlechte Regeneration, Krämpfe) Ursache klären lassen

Mehr Belastung = mehr potenzielle Mangelzustände, die unter Alltagsbedingungen unentdeckt geblieben wären. Athleten brauchen deshalb regelmäßig Diagnostik.

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